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Pressemitteilungen

FlatMap® gewinnt Swiss Packaging Award 2021: Ressourcenschonend, lange haltbar, attraktiver Look – Verpackungsneuheit für geslicte Ware

Oldenburg, 23. August 2021

Aufmerksamkeitsstarke Optik, weniger Kunststoffeinsatz: FlatMap® heißt das neue Verpackungssystem für geslicte Ware unter Schutzatmosphäre, das soeben den prestigeträchtigen Swiss Packaging Award 2021 in der Kategorie „Convenience“ gewann. Der Schweizer Fresh-Food-Verpackungsmarkt gehört mit Blick auf die Qualität und die Innovation, zu den weltweit anspruchsvollsten Märkten!

 

Viele verpackungstechnische Innovationen hatten in der Schweiz ihren Ursprung, bevor diese Neuerungen in die Verpackungswelt getragen wurden.

Entwickelt wurde die Siegerverpackung von dem Oldenburger Verpackungsspezialisten SEALPAC GmbH, gemeinsam mit dem Anwender, der Schweizer Bigler AG Fleischwaren. Enge Projektpartner waren außerdem die beiden Technikpartner Buergofol GmbH, Folienhersteller aus Siegenburg, und Van Genechten Packaging, belgischer Kartonverpackungsspezialist mit deutschem Standort Kempten. Die ressourcenschonende Alternative FlatMap® setzt auf einen hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe als Trägermaterial und viel Platz für Kommunikation auf dem bedruckbaren Kartonboard. Der neue, innovative Look sichert höchste Aufmerksamkeit am POS.

 

FlatMap® – sicher und attraktiv unter MAP verpackt

Das neue Verpackungssystem setzt aufgeschnittene Fleisch- und Wurstwaren, Käse oder Fisch aufmerksamkeitsstark in Szene. Die geslicten Lebensmittel werden auf einem flachen Produktträger aus gebleichtem oder ungebleichtem Frischfaserkarton platziert.

Dieser ist mit einer polymeren Schutzschicht kaschiert, welche für die notwendige Stabilität sorgt und eine zuverlässige Barriere gegen Fett, Wasser und Sauerstoff bildet. Die Verpackung wird sicher unter Schutzatmosphäre versiegelt und verlängert damit die Haltbarkeit der Produkte. Alle gängigen, für das MAP-Verfahren geeigneten PP-Folien können zur Versiegelung eingesetzt werden. Beim verbraucherfreundlichen Öffnen der Verpackung wird die Oberfolie mit einer gut zu greifenden Peellasche vollständig von der Verpackung abgezogen und später zur weiteren Aufbewahrung wieder glatt über das Produkt gestrichen. Durch die besonders flache Konzeption von FlatMap® entsteht eine einzigartige Qualität des Wiederverschlusses, die für eine erstklassige Lagerung im Kühlschrank ohne Umpacken – und damit für maximale Frische geschnittener Ware bis zur letzten Scheibe – sorgt. Das neue FlatMap® System zur Versiegelung unter MAP für Aufschnittware ist ein prozesssicheres Verfahren, das sich mit allen technisch vorbereiteten SEALPAC Traysealern der A-Serie realisieren lässt.

 

Aufmerksamkeitsstark und ressourcenschonend

FlatMap® steht für außergewöhnliche Möglichkeiten in Sachen Branding, Verbraucherinformation und Präsentation: Das als Produktträger eingesetzte Kartonboard ist auf beiden Seiten hochwertig bedruckbar, bietet damit viel Fläche für Produktinformation und eignet sich ausgezeichnet zur Markenbildung und Verbraucherkommunikation. Die hochwertige, neuartige Verpackung kann hängend, stehend oder liegend im Kühlregal präsentiert werden. Gestaltet in attraktivem Design, lassen sich Wurst, Käse oder Fisch in Scheiben einladend direkt auf dem Kartonträger servieren. Ein weiteres großes Plus des aufmerksamkeitsstarken FlatMap® -Systems ist der ressourcenschonenden Materialeinsatz. Im Vergleich zu herkömmlichen MAP-Verpackungen kann mehr als 75 Prozent an Kunststoff eingespart werden. Gleichzeitig wird das Recycling verbessert: Nach der Entnahme der Produkte lässt sich die dünne Kunststoffbeschichtung einfach mit einer Peellasche vom Kartonträger abziehen und alle Verpackungsbestandteile separat in den entsprechenden Wertstoffsammlungen entsorgen.

 

Ebenbürtige Convenience – auch mit erneuerbaren Rohstoffen

Mit dem Swiss Packaging Award zeichnet das Schweizerische Verpackungsinstitut (SVI) jedes Jahr herausragende Leistungen im Verpackungswesen aus. In der Jury-Begründung für die Auszeichnung von FlatMap® in der Kategorie „Convenience“ heißt es: „In immer mehr Verpackungen wird der Materialanteil aus nicht erneuerbaren Rohstoffen gesenkt und durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt. Die Herausforderung dabei: Die ursprüngliche Funktionalität zu erhalten. Die Neuentwicklung FlatMap® löst diese Herausforderung nach Ansicht der Jury überzeugend. Die Kombinationsverpackung aus Karton und Kunststoff bietet gegenüber der reinen Kunststofflösung eine überzeugende Performance in Bezug auf Öffnen und Wiederverschließen. Zudem ist die sortenreine Entsorgung der beiden Komponenten vorbildlich gelöst.“

Interview FlatMap® / Swiss Packaging Award 2021

- Swisspack International

 

1. Können Sie für unsere Leser den Entstehungsweg Ihrer prämierten Verpackung beschreiben? Oder anders gesagt: Wie kreiert man einen Swiss Packaging Award?

Die Entwicklung von FlatMap® ist ein erfolgreiches Beispiel von länder- und unternehmensübergreifendem Teamwork. Aus Projektgesprächen mit unseren Kunden wussten wir, dass auch für unter MAP-verpackte Produkte nach realisierbaren Lösungen gesucht wird, die eine komplette Recyclingfähigkeit erreichen und damit die Verpackungsvorgaben, die 2030 in Kraft treten, erfüllen. Zusammen mit unserem bewährten Partner Van Genechten Packaging ist die Grundidee entstanden, als idealer Folienpartner ist die Buergofol GmbH dazugestoßen. Gemeinsam mit unserem langjährigen Kunden Bigler, der mit seinen hochwertigen Slicing-Produkten immer aufgeschlossen für Innovationen ist, haben wir uns dann in die finale Entwicklungsarbeit gestürzt. Dabei haben wir Faktoren wie Produktschutz und Barriereeigenschaften, Verpackungsgewicht, Recyclingeigenschaften und den gewünschten Wiederverschluss berücksichtigt. Das gemeinsame Ziel lautete, all diese Eigenschaften in einer der nachhaltigsten Verpackungen am Markt zu vereinen. Dank der Innovationsbereitschaft und der aktiven Projektmitarbeit der Firma Bigler konnten wir gemeinsam einen Regelbruch bzw. echte Innovation in Form eines neuen Verpackungskonzeptes schaffen, das schon jetzt die Anforderungen von 2030 vollständig erfüllt. Dazu kommt, dass in puncto Look-and-Feel, Nachhaltigkeit und nicht zuletzt Packungshandling nach der Erstöffnung neue Maßstäbe gesetzt werden.

 

2. Welche Besonderheiten der Neuentwicklung FlatMap®möchten Sie speziell hervorheben?

FlatMap® ist eine konsequente Weiterentwicklung unserer vor drei Jahren vorgestellten neuen hybriden Verpackungslösung, die sich unter dem Namen FlatSkin® bereits im Markt etabliert hat. Im Unterschied zur dieser Skin-Verpackung ist FlatMap® unsere MAP-Lösung für aufgeschnittene Lebensmittel. Der Herstellungsprozess dieser Verpackung unterscheidet sich in Ablauf- und Funktionssequenzen jedoch gänzlich. Zudem haben wir mit FlatMap® besondere Anforderungen des Marktes in Bezug auf Aufschnittware, nämlich die leichte Scheibenentnahme und gern auch eine Wiederverschlusslösung, aufgenommen. Hier möchte ich den Wiederverschluss hervorheben, den wir bei FlatMap® durch die spezielle, besonders flache Packungskonstruktion in einzigartiger Weise einfach und funktional umgesetzt haben.

3.  Liegt die Zukunft der MAP-Verpackung in der Materialkombination Karton und Kunststoff?

Wir glauben, dass sich Lebensmittelverpackungen viel mehr als bisher in eine Preis- und eine Qualitätsschiene aufspalten werden. Bei der Preisverpackung wird eher das Thema Kunststoffreduzierung eine Rolle spielen, das sich gegebenenfalls konsequent mithilfe von Weichfolien realisiert werden wird. Hingegen glauben wir, dass bei Qualitätsprodukten eine direkte Produktkommunikation in den Vordergrund gerückt wird. Wir sind davon überzeugt, dass man künftig am SB-Regal bereits von Weitem ein qualitativ hochwertiges Lebensmittel an seiner Verpackung – Karton und Mono-Kunststoff, gepaart mit höherem Verpackungsnutzen, wie z. B. dem erwähnten neuartigen Wiederverschluss – erkennt.

 

4. In welche Richtung erwarten Sie künftige Innovationen in der Lebensmittelverpackung?

Hersteller, Verpackungsindustrie und Handel müssen sich dafür engagieren, dass der Konsument die Verpackung auch nach Gebrauch als Wertstoff wahrnimmt und nicht als wertlosen Abfall behandelt. Erst wenn der Konsument der Verpackung auch im letzten Schritt die notwendige Beachtung schenkt, wird es gelingen, die notwendigen sortenreinen Kreisläufe in der Verpackungswirtschaft umzusetzen. Dazu gehört eine konsequente stoffliche Trennung in das Trägermaterial Faserstoff, das ins Altpapier gegeben wird, und das Funktionsmaterial Kunststoff, das den Wertstoffsammlungen zur Wiederverwendung bzw. für einen Zweitnutzen zugeführt wird. Insgesamt werden Monomaterialien bei den künftigen Verpackungsinnovationen eine wichtige Rolle spielen, denn Verbundfolien lassen sich nach heutigem Stand nur mit unverhältnismäßigem Aufwand sinnvoll wiederaufbereiten und wandern daher in die thermische Verwertung.

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